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Immobilien, Immobilienerträge und Inflation

Veröffentlicht von Michael Rose, 07.12.2021

Nach einer langen Phase der niedrigen bis negativen Inflation kamen in den letzten Wochen und Monaten auch in der Schweiz Inflationsängste auf. Dies insbesondere vor dem Eindruck steigender Inflationsraten in wichtigen Wirtschaftsräumen wie den USA, der Europäischen Union und Grossbritannien. Zur Entwicklung einer optimalen Finanzierungsstrategie in einem Inflationsszenario muss erst betrachtet werden, wie sich Inflation auf Immobilienanlagen, Erträge aus diesen Anlagen und Finanzierungsinstrumente auswirkt.

Immobilien und Inflation


Der nominale Wert einer Immobilie definiert sich durch die Entwicklung der (nominalen) Mietzinsen sowie des Diskontierungssatzes. Der Diskontierungssatz ist neben dem Zinsumfeld auch insbesondere abhängig von den Risikoprämien. Im vorliegenden Artikel sollen insbesondere die Mietzinseinnahmen betrachtet werden.


Das Verhalten der Mietzinsen zur Inflation ist abhängig von der Ausgestaltung der Mietverträge und damit dem lokalen Rechtsrahmen – dies ist auch der Grund, warum empirische Erkenntnisse aus dem Ausland nur bedingt übertragbar sind auf die Situation der Schweiz. So zeigen Analysen aus den USA von 1978 bis 2016, dass die Mieteinnahmen von Retailfläche zu 102% gegen Inflation geschützt sind, Wohnfläche aber nur zu 56%. Dies ist dadurch erklärbar, dass im US-Markt die Verträge zu Retailflächen in diesem Markt an die Inflationsentwicklung gekoppelt sind, jene der Wohnfläche jedoch nur teilweise.


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